Klimanotstand: Bürgerinnen und Bürger ziehen in die Politik

Im Wettlauf gegen die Klimakrise sind wir bereit, politische Verantwortung zu übernehmen. In einem schlagkräftigen Bündnis aus im Klimaschutz engagierten Bürgerinnen und Bürgern — u.a. Studierenden, Wissenschaftlern, Eltern — haben wir uns dazu entschlossen, mit einer eigenen Klimaliste zur Kommunalwahl 2020 in Erlangen anzutreten. Erklärtes Ziel ist die Durchsetzung einer klimapolitischen Wende vor Ort.

Wir brauchen eine deutlich ambitioniertere Klimapolitik, die reinen Bekenntnissen der Dringlichkeit entsprechend wirksame Taten folgen lässt. Eine konsequente Klimapolitik ist aber weiterhin nicht in Sicht. Wir haben keine Zeit mehr zu verlieren. Laut Sonderbericht des Weltklimarates (IPCC) bleiben uns voraussichtlich noch circa 10 Jahre, um die verheerendsten Folgen der Klimakrise abzuwenden. Dies bedeutet für uns in der Konsequenz, wir müssen alle demokratischen Handlungsoptionen nutzen, um dringend notwendige Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen.

Als Reaktion auf die Ausrufung des symbolischen Klimanotstandes in Erlangen wollen wir durch die Aufstellung einer eigenen kommunalen Liste sicherstellen, dass Klimaschutzmaßnahmen mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2025 auch konsequent umgesetzt werden. Die Liste wird dabei unabhängig von bereits bestehenden Parteien agieren und explizit generations- und gesellschaftsübergreifend an Lösungen für die Klimakrise und gegen das Artensterben arbeiten.

Wir rufen die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich uns anzuschließen und auch in anderen Städten zur bayernweiten Kommunalwahl 2020 vergleichbare Allianzen zu bilden.

„Viele Politiker sind mit dem Thema Klimaschutz überfordert. Die notwendige Expertise für eine konsequente Klimapolitik bringen wir mit. Für uns heißt das konkret: Wir müssen dorthin, wo die Entscheidungen getroffen werden — in die Parlamente.“ so Prof. Dr. Martin Hundhausen.

„Die Generation der Eltern und Großeltern steht in einer besonderen Pflicht. Die Fehler der Vergangenheit mit einem bedrohlichen Anstieg der CO2-Emissionen erfordern engagiertes Handeln und dazu entsprechende Weichenstellungen in der Politik.“, betont Karin Bildl.

„Wir werden den Protest gegen die Untätigkeit der Politik beim Thema Klimawandel ab jetzt in die kommunalen Parlamente tragen. Generationsübergreifend.“, so Dr. Karim Abu-Omar.